Medizinische Pflege/Behandlungspflege


Häusliche Krankenpflege ist in Deutschland eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie wird als Sachleistung von den Krankenkassen erbracht und ist gesetzlich in § 37 SGB V [1] normiert. Die Leistungen der häuslichen Krankenpflege sind nicht zu verwechseln mit den Leistungen der häuslichen Pflege, die zum Leistungsspektrum der Pflegeversicherung gehören.

Die häusliche Krankenpflege muss ärztlich verordnet und von der Krankenkasse genehmigt werden. Voraussetzung für eine ärztliche Verordnung ist, dass die nötigen Verrichtungen nicht vom Patienten selbst oder von einer anderen im Haushalt lebenden Person durchgeführt werden können. Für die Verordnung füllt der Arzt einen Vordruck aus, der zur Genehmigung der Krankenkasse vorgelegt wird. Häusliche Krankenpflege wird zunächst für längstens 14 Tage verordnet. Die Folgeverordnung wird dann in der Regel für ein Quartal oder einen längeren Zeitraum ausgestellt.

Zu den Leistungen der Behandlungspflege gehören insbesondere:


  • Injektionen
    (Heparine, Insuline ect.) 
  • Blutzucker-Kontrollen, RR-Kontrollen 
  • Verabreichung von Augentropfen 
  • An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen 
  • Medikamente dosieren und verabreichen 
  • Verbände und Wickel 
  • Wundversorgung und -pflege in Zusammenarbeit mit spezialisierten Wundtherapeuten 
  • Dekubitusversorgung 
  • Diabetikerschulung 
  • Parenterale Ernährung
    (Portversorgung)